Avuba – Girokonto App: FinTech Revolution, die Zweite?

avuba-karten2013 als geplante Revolution im Finanzmarkt von einem wirklich ambitionierten Gründer namens Jonas Piela angekündigt, sollte AVUBA also die Finanzszene aufmischen. Eben jener Jonas Piela plante zusammen mit 2 anderen Partnern, ein Girokonto zu etablieren, dessen Hauptaktionsfläche eine App darstellen sollte. Das Ziel war es, das tägliche Banking radikal zu vereinfachen. Kernaussage in Interviews war immer Folgende“ Unterwegs in wenigen Sekunden Geld an Kontakte senden soll genau so einfach sein wie gemeinsam mit Freunden Rechnungen zu bezahlen oder den Kontostand einzusehen”. Soweit, so gut und zum damaligen Zeitpunkt sicherlich eine, wenn nicht revolutionäre, aber zumindest mal hochinnovative Idee. Nur leider blieb es irgendwie auch nur eine Idee, denn nach 2 Jahren rumdoktern an der App und dem ganzen System, musste man sich eingestehen, dass das Konzept nicht aufgeht. Ein Schicksal, wie es nicht wenigen Start-Up’s passiert und irgendwann auch keinen wirklich mehr interessiert. Nicht so bei Avuba, denn die Überzeugung an der Grundidee blieb den Gründern erhalten. So tüftelte man also mehr oder weniger im dunklen Kämmerchen an der Verfeinerung des Konzepts. Offensichtlich mit Erfolg, denn seit Anfang 2016 befand sich nun AVUBA 2.0 im Beta-Test. Diesmal scheint alles besser gelaufen zu sein, denn das Girokonto Angebot von AVUBA ist nun live gegangen. Grund genug für uns, sich das NEUE Avuba mal etwas genauer anzusehen…

Zugegeben – die 2013 angekündigte Revolution in der Finanzwelt ist die AVUBA Girokonto APP mittlerweile nicht mehr. Mit Fidor als auch N26 (ehemals Number 26) wurde dieses Thema bereits aufgenommen und durchaus erfolgreich am deutschen Markt umgesetzt. Stellt sich also die Frage, ob AVUBA einfach nur noch ein weiteres Angebot in diesem Segment darstellt? Oder vielleicht doch noch „irgendwie“ revolutionär ist?

Fakt ist: Wer sich die neue AVUBA Girokonto App ansieht, der sieht erstmal nichts wirklich Ungewöhnliches oder Herausstechendes. Es ist halt ein moderne, bunte Oberfläche mit der sich die Bezahlvorgänge ansehen lassen, welche über das von der App verwaltete Girokonto beziehungsweise die zugehörigen Karten getätigt wurden. Wie gesagt: Nichts wirklich Neues! Doch laut Gründer Jonas Piela sollen dies allerdings auch schon die einzigen Ähnlichkeiten mit dem Angebot der Fidor Bank als auch N26 sein. Mag sein, wir bevorzugen es jedoch uns ein eigenes Bild der AVUBA App zu machen. Folglich haben wir das Ganze mal mehr oder weniger mit dem Fidor als auch dem N26 Angebot verglichen.

Schnelle, einfache Kontoeröffnung bei AVUBA

Wer das AVUBA Girokonto nebst entsprechender Prepaid Mastercard nutzen möchte, benötigt zuerst einmal die im Zentrum des AVUBA Angebots stehende App. Diese steht im Google Store und bei Apple zum Download kostenlos bereit. Das Eröffnen eines Kontos bei Avuba ist somit im Grunde ebenso einfach wie unkompliziert. Da es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, bei Bereitstellung eines Girokontos die Identität des Antragstellers einwandfrei festzustellen, bedarf es eines solchen Vorgangs auch bei AVUBA. Hierfür steht, ähnlich wie bei N26, das sogenannte Video-Ident Verfahren zur Verfügung. Die Identifikation erfolgt somit per Videochat anhand des Ausweises oder Reisepasses.

avuba girokonto app

Girokonto, Maestrocard und Prepaid Mastercard kombiniert

Zur Grundausstattung des AVUBA Girokontos gehört eine Prepaid Mastercard sowie eine Maestrokarte. Durchaus vorteilhaft ist zudem die Kombination des Kontos mit einer rein virtuellen Mastercard, was die anderen beiden Karten in Plastikform nicht unbedingt erforderlich macht. Wer möchte, kann zumindest die Kreditkarte auch nur virtuell nutzen. Vorteil dieser virtuellen Mastercard ist, dass sie, falls notwendig, auch per einfachem Schalter blockiert und sofort ersetzt werden kann. Das Girokonto lässt sich mittels der APP bei zu tätigenden Geldtransfers auf 2 Arten nutzen. Zum einen per herkömmlicher SEPA-Überweisung als aber auch  direkt an eine beliebige Handynummer oder Emailadresse. Der Empfänger muss dann selbst seine Bankverbindung angeben, um das Geld empfangen zu können.

Einziges Manko bis dato ist die noch nicht implementierte Lastschrift-Funktion. Diese sei jedoch bereits in Arbeit und soll bis Ende 2016 zur Verfügung stehen. Was uns sehr positiv auffällt, ist das SEPA Überweisungen extrem schnell ausgeführt und gebucht werden. Der Grund hierfür liegt daran, dass AVUBA selbst direkt an das europäische Zahlungssystem angeschlossen ist. Den Vergleich mit der Überweisungsgeschwindigkeit einer traditionellen Bank besteht das Fintech Unternehmen also locker.

AVUBA ist keine Bank, sondern kooperiert mit Bank in UK

Obwohl das Berliner FinTech augenscheinIich den Eindruck einer Bank mit entsprechenden Angeboten erweckt, so ist AVUBA keine Bank. Dennoch handelt es sich hierbei um eine zulässiges und reguliertes Geschäft. Hierzu ist das Start-up mit der britischen Raphaels Bank eine entsprechende Kooperation eingegangen. Doch damit nicht genug, denn auch die Barclays Bank ist in das AVUBA Konstrukt eingebunden. Das Ganze sieht in der Summe dann so aus: Die Raphaels Bank stellt die Mastercard und die Maestrokarte zur Verfügung, die Girokonten der Kunden werden von Barclays verwaltet und Avuba vernetzt all dies dann in der eigenen App. Alles klar? Inwieweit sich allerdings dieses Konstrukt nach dem Brexit als gut herausstellt, steht in den Sternen.

AVUBA und die Kosten

Im Land der „Geiz ist Geil“ Mentalität liegt das Augenmerk potentieller Kunden und Nutzer für das AVUBA Angebot natürlich auf dem Thema Kosten. Irgendwie will man ja immer alles so günstig wie möglich, bestenfalls für lau haben. Doch genau diesen Weg beschreitet das Unternehmen nicht, denn die Mastercard als auch die Maestrocard ist mit Gebühren belegt. Das Girokonto hingegen ist komplett kostenlos – mit Ausnahme von Barabhebungen. Die Kosten stellen sich im Detail wie folgt dar:

  • 1 Euro werden pro Bargeld-Abhebung – gültig für alle Währungen
  • 10 Euro kostet die virtuelle Mastercard
  • 30 Euro die physische Mastercard

Insofern also eigentlich ein faires Modell und durchaus praxisgerecht. Man möge sich in diesem Zusammenhang einfach mal die aktuelle Entwicklung hinsichtlich kostenloser Girokonten bei traditionellen Banken zu Gemüte führen!

Unser Fazit

Unser erster Eindruck von AVUBA nach dem Neustart ist nicht der Schlechteste, auch wenn die Idee dahinter nun nicht mehr wirklich neu ist. Mit dem Angebot von N26 findet sich am Markt ein starker Mitbewerber, der einen deutlichen Zeitvorsprung hat. Zudem finden sich international mit Angeboten wie Monzo (Beta-Phase!), Monese, WB21 und andere auch für deutsche Kunden nutzbare Alternativen. Einige dieser Alternativen werden wir auch hier in Kürze detailliert vorstellen. Ob sich das FIN-Tech nun im 2. Versuch auf Dauer am Markt hält, hängt also vor allem davon ab, wie hoch die Bereitschaft potentieller Kunden ist, für die zur Verfügung gestellten Karten Geld zu bezahlen. Zudem wird vieles davon abhängen, ob und wie schnell sich das AVUBA Angebot erweitert – eben um das Thema Lastschrift, Dispokredit, Guthabenzins etc.!

Hier geht es zur offiziellen AVUBA Webseite >> Jetzt ansehen! <<

4 Gedanken zu “Avuba – Girokonto App: FinTech Revolution, die Zweite?

  1. Ich habe aAuba getestet. Avuba ist nicht so gut, da ist N26 viel besser. N26 Hat auch eine viel bessere und schönere Mobile Banking App. Avuba hat mir zum Schluss nicht mehr auf Emails geantwortet, was ich schon kunden-unfreundlich finde. Avuba hat die Fehler in der App, die ich gemeldet habe, nach Monaten immer noch nicht behoben. Avuba hat es nicht interessiert. Avuba bietet auch keine Lastschriften, keine Daueraufträge und kein NFC an. Die Konten befinden sich in Großbritannien, die Firmen Überweisen nur nach Deutschland. Ich empfehle Avuba nicht.

    • Hallo Markus, vielen Dank für deinen Kommentar. Vorab eine Bitte: Einen Kommentar ohne Punkt und Komma sowie diversen Rechtschreibfehlern vor Veröffentlichung zu korrigieren, ist in der Regel nicht unser Ding. Das nächste Mal also bitte auf diese Punkte achten 😉

      Da dein Kommentar jedoch eine Erfahrung mit AVUBA darstellt, die von die Leser des Artikels durchaus einen Nutzen hat, veröffentlichen wir deinen Kommentar nun in einer „korrigierten“ Form. Einverstanden? Ob das Angebot von N26 soviel besser ist, wird aus unserer Sicht die nähere Zukubft zeigen. AVUBA ist gerade einmal neu gestartet und sicherlich noch nicht hinsichtlich der aktuellen Funktionen mit N26 vergleichbar. Auch N26 hatte eine Anlaufphase wo nicht alles rund lief und nicht alle Funktionen von Beginn an verfügbar waren. Insofern sollte man AVUBA auch eine gewisse Anlaufzeit gönnen – oder nicht? Was wir als Ansicht absolutz nicht teilen, weil schlichtweg falsch ist die Angabe dass deutsche Unternehmen keine gelder auf Auslandskonten überweisen. In Zeiten von SEPA (EU-weit!) stellt dies niemanden mehr vor irgendwelche Probleme und Firmen schonmal gar nicht. Es mag durchaus noch die eine oder andere Firma geben, die sich hier aufgrund von Arbeitsvertragsvereinbarungen „quer“ stellt, den meisten Unternehmen ist es mittlerweile jedoch ziemlich egal, wo das Konto geführt wird. Wichtig ist lediglich die Existenz eines Solchen. Gruss Andy / Redaktion

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