AVUBA: Wenn ständig Träume platzen!

avuba-logoDas Start-Up’s es nicht gerade einfach haben ist nichts Neues. Aus dem einen Start-Up wird ein millardenschweres Unternehmen, das andere verschwindet sang- und klanglos in der Versenke. So manch ein Gründer taucht dann irgendwann, irgendwo wieder mit einer neuen Idee auf und zumeist dann auch erfolgreicher als beim ersten Mal. Schließlich ist man ja durch das Scheitern beim ersten Mal schlauer geworden und eher in der Lage die Fehler nicht noch einmal zu wiederholen. Sei es daran, weil die „Idee“ noch nicht ausgereift genug gewesen ist oder man schlicht und ergreifend den finanziellen „Atem“ nicht hatte. Wirklich ins Grübeln kommt man aber dann, wenn auch der 2.te Anlauf mit einem, an sich guten Produkt scheitert. In einer Marktsituation, die dem eigenen Produkt mehr als aufgeschlossen gegenübersteht und somit ein attraktives Geschäftspotential darstellt. In einer solchen Situation befand sich AVUBA mit seinem Girokonto Angebot. Zweimal ambitioniert gestartet und nun auch zum zweiten Mal (kläglich?) gescheitert! Ab Januar 2017 gehört AVUBA zum zweiten Mal der Geschichte an und reiht sich somit abermals in die Riege gescheiterter Start Up’s ein….

AVUBA 2.0 ist Geschichte – leider

Irgendwie kann einem Jonas Piela, seines Zeichens Gründer von AVUBA, ja leid tun. 2013 ambitioniert gestartet, August 2015 dann die erste Aufgabe. Trotzdessen, das man Titel als interessantes FinTech Start-Up einheimsen konnte. Letztendlich ist man an der eigenen finanziellen Situation gescheitert, was bedeutet: Wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich! Dann im März 2016, nach längerer Beta-Test Phase, erneute Re-Aktivierung von AVUBA und dem abermals ambitionierten Vorhaben sich endgültig zu einer festen Größe in der FinTech Szene zu etablieren. Zwar hatte man den Einzigartigkeits-Faktor mit der neu vorgestellten AVUBA App nicht mehr auf seiner Seite, dennoch war das Angebot nicht schlecht.

Neue App, mehr Nutzungsmöglichkeiten, mit der Raphael’s Bank in UK einen starken Finanzpartner, eigene Bankkarten, Anschluss an das SEPA-Netz….was konnte man mehr von einem Start-UP verlangen? Man musste sich eigentlich „nur“ neben den mittlerweile etablierten Anbietern wie N26 und Fidor platzieren und das Angebot Schritt für Schritt weiterentwickeln. Wobei das „nur“ sicherlich nicht als leichte Aufgabe zu verstehen ist, aber der Markt für mobiles Banking ist gegeben und bei Weitem noch nicht verteilt. Dennoch ist man nun abermals mit AVUBA gescheitert – warum?

ZU dünne Kapitaldecke bei AVUBA?

Schaut man sich auf der Webseite von AVUBA die veröffentlichte Erklärung zum Scheitern des Unternehmens an, dann ist der Grund der Geschäftsaufgabe abermals das Thema Geld. Denn laut Jonas Piela ist es erneut nicht möglich, AVUBA in seiner jetzigen Form wirtschaftlich zu betreiben. Anbei die Erklärung >>

avuba

Doch was heisst das eigentlich – aus wirtschaftlichen Gründen nicht betreibbar? Eine Frage, die auch wir uns stellen, welche wir jedoch nicht mit genaueren Fakten beantworten können. Lag es etwa daran, das potentielle Kunden nicht bereit waren für die Girokonto App und den verbundenen Services zu zahlen? War generell das Gebührenmodell des Berliner Fin-Techs am Markt „vorbei“ kalkuliert? Hat man es schlicht versäumt, potentiellen Kunden zu erläutern, warum bestimmte Gebühren zu zahlen sind? Natürlich sind diese Fragen nur  Mutmaßungen und wären im Grunde Jonas Piela direkt zu stellen. Was allerdings bis heute nicht geschehen ist. Vielleicht werden wir uns mal um ein Interview bemühen, um entsprechende Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Bis dahin bleibt den bisherigen Nutzern der Girokonto App also nun nur noch die Möglichkeit sich nach neuen Alternativen umzusehen. Interessant sind dabei die Empfehlungen des abermals gescheiterten Berliner Fintech’s…

Empfohlene Alternativen seitens AVUBA

Auch wenn es aus Kundenperspektive sicherlich schön zu sehen ist, das der eigene Anbieter aufgrund seines Scheiterns entsprechende Alternativen empfiehlt, so darf man sich doch ein wenig über eben jene Empfehlungen wundern. Denn AVUBA empfiehlt ausgerechnet N26 als auch das neue o2 Online Banking (Fidor) als bestmögliche Alternative. Natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass beide Angebote aus Sicht der AVUBA Leute nicht vollständig das „Optimum“ abbilden. Beide Alternativen seien nicht „vorbehaltlos empfehlbar“! An dieser Stelle sei der folgende Kommentar unsererseits gestattet:

Liebe AVUBA Leute: Vielleicht aus eurer Sicht nicht vorbehaltlos empfehlbar, aber existent und verfügbar!

Stellt sich abschließende Frage, ob dieser letzte Hinweis auf einen möglichen 3.ten Anlauf bei AVUBA hindeutet? Zumal laut Erklärung die Idee in den Köpfen weiterlebt? Mag sein, jedoch steht auch eins fest: Der Name AVUBA ist marken-technisch erstmal verbrannt. Zwei „Insolvenzen“ hinterlassen im Markt ihre Spuren und das ist in allererster Linie mal der Vertrauensverlust. Vielleicht weniger in das Produkt an sich, sonder vielmehr in die „führenden“ Köpfe dahinter.  Schade…..

 

 

 

 

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