CapTrader Testbericht: Unsere Erfahrungen mit dem Online-Broker

downloadErst kürzlich haben wir mit der Vorstellung von CapTrader unsere Artikelserie zum Thema Online-Broker gestartet. Dabei haben wir auch angekündigt CapTrader in der Praxis zu testen und den Erfahrungsbericht unseres Trading-Experten Julian zu veröffentlichen. Nun Julian hat sich das Angebot in den letzten Wochen und Tagen sehr genau angesehen und praktische genutzt. Herausgekommen ist ein recht umafngreicher Testbericht, welchen wir hier nun gemäss unserer Ankündigung auch veröffentlichen. Nochmals kurz zum Einstieg, wer beziehungsweise CapTrader eigentlich ist: CapTrader ist ein deutscher Broker mit angelsächsischer Prägung und deshalb für viele aktive Trader aufgrund der Gebührenstruktur interessant. In diesem CapTrader Test nehmen wir Handelsangebot, Konditionen und Hintergründe der Ratinger unter die Lupe.

CapTrader Test

Wie gut ist die Tradingplattform TWS? Welche Marktmodelle kommen im FX und CFD Handel zur Anwendung? Was kosten Orders über Xetra und in den USA? Wie steht es um Einlagensicherung und Abgeltungsteuer? Wir haben die Antworten!

  • CapTrader ist eine Marke von FXFlat und Introducing Broker für Interactive Brokers (UK)
  • Die Mindesteinlage beträgt 2.000 EUR
  • Gehandelt wird über die TraderWorkStation (TWS)
  • STP bzw. DMA Marktmodelle im CFD/FX Handel
  • 100 Kassa- und Terminbörsen in 24 Ländern
  • Ordergebühr Xetra: 0,10 %, min. 4/max. 99 EUR
  • Ordergebühr US Aktien: 1 Cent/Aktie, min. 2 USD, max. 0,50 %

Handelbare Märkte, Marktmodelle und Konditionen

Über CapTrader sind ca. 1,20 Millionen Wertpapiere an rund 100 Kassa- und Terminbörsen in 24 Ländern handelbar. Die Zahl der angebundenen Börsen klingt etwas größer, als sie letztendlich ist, weil auch für Privatanleger weniger relevante Börsen dazuzählen. Dennoch ist das Angebot vor allem im internationalen Handel deutlich größer als bei den meisten deutschen Onlinebrokern.

Aktienhandel

Im Online Aktienhandel (telefonische Orders stehen nur als Backup für Schließungen bei technischen Störungen zur Verfügung) über Xetra fallen 0,10 % des Transaktionsvolumens, mindestens jedoch 4,00 EUR und höchstens 99,00 EUR an. Börsengebühren sind bereits eingepreist. Abgesehen von dem recht hoch angesetzten Cap liegen die Entgelte damit unter denen der meisten Konkurrenten mit „deutschem“ Gebührenmodell.

Besonders deutlich wird der angelsächsische Hintergrund bei den Gebühren im Handel mit US Aktien. Pro Aktie fällt eine Gebühr in Höhe von 2 Cent (0,02 USD) an – bei einer Mindestgebühr von 2,00 USD und einem Maximalentgelt von 0,30 % des Transaktionsvolumens. Für den Online Aktienhandel in den meisten anderen Ländern verlangt CapTrader 0,10 % bei einer Mindestgebühr. Diese beträgt in den meisten europäischen Ländern 4,00 EUR, in UK 8,00 GBP und in Japan 500 JPY.

Futures und Optionen

Terminkontrakte können in 14 Ländern aus Europa, Nordamerika und Fernost gehandelt werden. Für Optionen und Futures an der Eurex fällt eine Gebühr in Höhe von 2,00 EUR pro Transaktion an, im US-Terminhandel werden 3,50 USD, in der Schweiz 4,00 CHF, in UK 3,50 GBP und in Frankreich, Belgien und den Niederlanden 2,00 EUR abgerechnet. Für einige Länder bietet CapTrader ab 1.000 Terminkontrakten Sonderkonditionen.

FX Handel

Im Forex Handel kommt ein STP Marktmodell zum Einsatz, bei dem Orders ohne Änderungen an den Kursen an einen Liquiditätspool weitergeleitet werden. Der Pool besteht nach Angaben des Brokers aus den 14 größten FX-Handelsbanken.

Der Broker verdient Geld allein durch Kommissionen und verzichtet auf Markups. STP Marktmodelle auf Kommissionsbasis gelten als transparenter und weniger anfällig für Interessenkonflikte als Forex Handel via Market Making und STP mit Markups. Die Kommission beläuft sich in allen wichtigen Währungspaaren auf 0,30 Basispunkte multipliziert mit dem Betrag der Handelswährung, mithin also 3,90 USD im Handel mit 1,0 Standardlots im EUR/USD.

CFD Handel

Dem CFD Handel liegt ein DMA-Marktmodell (DMA=Direct Market Access) zugrunde: Der Broker sichert die in einem CFD eröffneten Positionen zu 100 % im physischen Basiswert ab und rechnet den Differenzkontrakt auch zu dem Kurs des Hedgegeschäfts ab. Letzteres entfällt bei Agenturmodellen, die DMA ansonsten recht nahekommen. Marktmodelle mit einem direkten Preisbezug zu den Referenzbörsen gelten als transparenter als Market Making.

Wie im DMA Handel üblich, fallen Kommissionen an – und zwar auch für Index-CFDs. Hier belaufen sich die Entgelte auf überwiegend 0,01 % bis 0,02 % des gehebelten Transaktionsvolumens bei einer Mindestgebühr in Höhe von 2,00 EUR. Für Aktien-CFDs fällt eine Kommission von überwiegend 0,05 % bis 0,10 % bzw. mindestens 4-6 EUR an.

Weitere Märkte

Über CapTrader sind ferner Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen handelbar. Der Handel mit Warrants und Zertifikaten konzentriert sich auf die Handelsplätze Börse Frankfurt Zertifikate (ehemals Scoach) und Börse Stuttgart (Euwax) und kostet 0,20 % bzw. mindestens 6,00 EUR. Im Anleihehandel in den USA fallen 0,025 %, im Handel über die Euronext 0,14 % (bei jeweils 5,00 USD Mindestgebühr) an.

Training für Trader: Wie gut ist das Bildungsangebot von CapTrader?

Ausbildungsangebote für die Kundschaft gehören bei Brokern mittlerweile zum guten Ton. Auch CapTrader widmet einen von vier Punkten des Hauptmenüs auf der Website dem „Trainding“. Vorzufinden sind insbesondere Videos und Webinaraufzeichnungen, aber auch börsentägliche Handelssignale.

Die Zugehörigkeit des Brokers zu FXFlat bietet Kunden im Hinblick auf Ausbildungsangebote einen Mehrwert. Ein Beispiel dafür ist eine im Jahr 2017 stattfindende, zehnteilige Webinarreihe zu Themen wie Börsenpsychologie, Handelsstrategien, Makroökonomie und einigem mehr. Zu den Referenten zählen u.a. „Mr. DAX“ alias Dirk Müller, Sandra Navidi, Jens Korte und Joachim Goldberg.

Die TraderWorkStation (TWS) im Test

Wir haben die TraderWorkStation (TWS) einem kleinen Test unterzogen und unsere wichtigsten Erkenntnisse hier für Sie zusammengefasst.

Funktionen

Der Funktionsumfang der TraderWorkStation ist ausgesprochen groß und übersteigt den Umfang der meisten Plattformen bei der Konkurrenz. Für einen Teil der potenziellen Interessenten ist die Fülle an Funktionen womöglich sogar zu groß: Mit LYNX führte im vergangenen Jahr ein anderer Interactive-IB eine deutlich vereinfachte Plattform mit weniger Funktionen ein (LYNX Basic).

Für anspruchsvolle Trader ist der Funktionskatalog der TWS dagegen zweifach positiv. Erstens entfallen bei Nutzung der TWS Kosten für andere Services wie z. B. Marktscanner, zweitens bietet eine anspruchsvolle Handelsoberfläche stets Möglichkeiten zur fachlichen Weiterbildung.

Die TWS wird gewöhnlich als Client-Version auf dem Rechner installiert, steht – in einer abgespeckten Variante – jedoch auch als webbasierte Anwendung zur Verfügung. Mit der mobileTWS existiert auch eine auf mobile Endgeräte optimierte Version. Die nachfolgenden Ausführungen zur TWS beziehen sich auf die Client-Version.

Orderaufgabe

Die Ordererteilung ist aus dem Chart, aber auch aus Listen heraus möglich und relativ einfach. Das Orderticket ist – abgesehen von der Bedeutung der einzelnen Ordertypen – weitgehend selbsterklärend. Wurde eine Order ausgeführt, werden zur entsprechenden Position sowohl in Listen als auch in Charts weitere Handlungsoptionen hinzugefügt. Es ist dann z. B. möglich, über das Kontextmenü ausgewählte Positionen zu 25 %, 50 %, 75 % oder 100 % zu schließen.

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Broker bieten ihren Kunden immer häufiger Ordertypen an, die durch Börsen nicht unterstützt werden. Solche Orders werden auf Servern des Brokers zwischengespeichert und erst nach Auftreten eines bestimmten Ereignisses automatisch an die Börse weitergeleitet. Bei dem „Ereignis“ kann es sich um einen bestimmten Kurs, das Ausführen oder Löschen einer anderen Order etc. handeln.

Die CapTrader Tradingplattform umfasst  ca. 60 Ordertypen und Order-Algorithmen. Darunter fallen neben Market- und Limit Orders sowie Stop Loss, Trailing Stop, OCO, Stop Limit und anderen bekannten Ordertypen auch Typen wie Adaptive Algo. Diese stellt eine Mischung aus Market- und Limit Order dar und soll dabei helfen, Ausübungspreise zu optimieren. Im Fall einer Kauforder würde eine Market Order zum „ask Kurs“ ausgeführt. Die Adaptive Algo Order startet dagegen beim „bid Kurs“ und prüft dann mit automatisch in kleinsten Schritten angehobenen Limits, ob sich die Order auch zu einem besseren als dem ask Kurs ausführen lässt.

Charts

Die TWS ermöglicht verschiedene Chartvarianten (Linien, Kerzen usw.) und ist mit Zeichenwerkzeugen (Trendlinien, Fibonacci Retracements, geometrische Figuren usw.) ausgestattet. Zum Funktionsumfang gehört auch eine Indikatorenbibliothek mit ca. 70 Indikatoren wie RSI; MACD u.v.m.

Basket Trader und Option Trader

Kennzeichnend für die TWS ist die Vielzahl an Modulen. Genannt sei etwa der Basket Trader, der es ermöglicht, mit einer Order zahlreiche Positionen synchron und auch über mehrere Assetklassen hinweg zu eröffnen.

Der Option Trader ist ein Modul speziell für Optionshändler. Es ermöglicht u.a. die vereinfachte Umsetzung klassischer Optionsstrategie wie Straddle, Strangle, Spreads usw. Das Tool ermöglicht auch die Abfrage der „Greeks“, also der für Optionen wichtigen Sensitivitätskennzahlen.

FX Trader

Im „FX Trader“ steht eine auf den Devisenhandel optimierte Ansicht zur Verfügung, die die Spreads leichter erkennen lässt und Trades mit einem Klick ermöglicht.

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Fundamentaldaten und Analystenkommentare

Über die TWS können Fundamentaldaten zu Unternehmen (sowie unternehmensunabhängige Wirtschaftsdaten wie z. B. Konjunkturindikatoren) und Analysteneinschätzungen abgerufen werden. Die Integration von Fundamentaldaten ist ein wesentliches Abgrenzungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz, die vor allem in Deutschland sehr auf die Technische Analyse fokussiert ist.

Marktscanner

Auch der in die TWS integrierte Marktscanner berücksichtigt neben technischen auch fundamentale Kriterien. Mit Scannern lassen sich Wertpapiere auflisten, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen – etwa ein neues 52-Wochen-Hoch, einen besonders niedrigen Buchwert, eine hohe Dividendenrendite, einen Volatilitätsanstieg u.v.m.

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Marktscanner gewinnen (vorwiegend aufgrund der rückläufigen Kosten) auch für Privatanleger immer stärker an Bedeutung. Bislang haben nur wenige Broker in Deutschland auf diesen Trend reagiert und ausgereifte Scanner in ihre Tradingplattformen integriert.

Trader-Chat, Wirtschaftskalender und mehr

In der TWS finden sich zahlreiche weitere Features, die hier nicht alle im Einzelnen aufgezählt werden sollen. Genannt seien beispielhaft ein Trader-Chat, Wirtschaftskalender mit wichtigen Daten wie z. B. Notenbanksitzungen und Bilanzpressekonferenzen und Kursalarme. Letztere könne durch das Einzeichnen einer Linie in den Chart aktiviert werden.

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Anwenderfreundlichkeit der TWS

Die TWS ist in Breite und Tiefe ihres Funktionsumfangs weit überdurchschnittlich. Im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit ergeben sich dadurch Schwächen, die vor allem Einsteiger und Anleger ohne langjährige Erfahrung im Umgang mit Tradingplattformen betreffen.

Wer einfach nur Charts analysieren und handeln möchte, benötigt einen Großteil der Benutzeroberfläche und der vielen Funktionen in jedem einzelnen Menüpunkt nicht. Auch wenn sich die Benutzeroberfläche in weiten Teilen anpassen lässt, bleibt dies aus Sicht von Einsteigern eine Schwachstelle im CapTrader Test. Ein weiteres Manko für viele: Die Benutzung der Plattform erfordert an vielen Stellen trotz deutscher Übersetzung Englischkenntnisse.

AgenaTrader: Mechanische Handelssysteme per Drag & Drop

Neben der TWS bietet CapTrader auch AgenaTrader an. AgenaTrader ermöglicht das Entwickeln von Handelsstrategien ohne Programmierkenntnisse per Drag & Drop. Über eine Schnittstelle können Handelssignale an die TWS weitergeleitet und ausgeführt werden.

Kundenservice, Demokonto und Internetauftritt

Wie steht es um den Kundenservice? Gibt es ein Demokonto? Wie übersichtlich ist der Internetauftritt? Wir haben für Sie getestet.

Kundenservice

Der Broker kann in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens besucht werden und ist regelmäßig auf Messen, Börsentagen etc. vertreten. Die Kundenbetreuung erfolgt via E-Mail, Live Chat und Telefon. Telefonische Orders sind allerdings nur bei technischen Störungen und dann ausschließlich zur Schließung von Positionen möglich. Im Hinblick auf Unterstützung bei der Nutzung der Plattform ist die GoToMeeting-Funktion hilfreich. Diese ermöglicht Kundenbetreuern im Rahmen einer gesicherten Session den Zugriff auf den Rechner eines Kunden – etwa, um Einstellungen vorzunehmen oder Fehler zu beheben.

Demokonto

Demokonten können jederzeit ohne persönlichen Kontakt zum Kundenservice (und damit auch außerhalb der Geschäftszeiten des Brokers) eröffnet werden. Die Demoversion der TWS weist allerdings einige Einschränkungen auf. So wird das Konto z. B. mit verzögerten Kursen versorgt.

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Internetauftritt

Der Internetauftritt ist durchgängig in deutscher Sprache gehalten und weist keinerlei Übersetzungsfehler etc. auf. Durch die mehrstufige Menüführung sind die Inhalte recht übersichtlich. Das in die Homepage integrierte Preisverzeichnis weist nur relativ wenige „Sternchentexte“ auf, in denen z. B. Börsengebühren oder Entgelte für Clearing und Settlement aufgeführt sind. Die Nummer der Hotline sowie der Button zum Starten des Livechats sind von jeder Unterseite aus sichtbar. Das gilt auch für die Regulierungs- und Risikohinweise von Interactive Brokers UK.

Wer ist CapTrader? Hintergründe zum Broker

CapTrader ist eine Marke der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH mit Sitz in Ratingen bei Düsseldorf. Basis des Angebots ist ein Introducing Brokerage Modell mit dem britischen Broker Interactive Brokers UK. Das Angebot von CapTrader weist Ähnlichkeiten mit den Angeboten der direkten Konkurrenten LYNX und BANX auf. Das ist kein Zufall: Hinter diesen beiden Marken steht zwar nicht FXFlat, aber ebenfalls ein Introducing Brokerage Modell mit Interactive UK.

FXFlat bietet (unter eigener Marke) verschiedene Kontomodelle an und fokussiert dabei sowohl börslichen Handel als auch CFD- und FX Trading. Mehrere Kontomodelle basieren ebenso wie das unter CapTrader erhältliche Angebot auf Introducing Brokerage. Unter den Partnern finden sich z. B. FXCM und Gain Capital.

Introducing Broker – was ist das?

Introducing Broker (IB´s) führen Orders nicht selbst aus, sondern leiten sie an andere Broker (im Fall von CapTrader Interactive Brokers UK) weiter. IB´s erhalten von diesen Brokern eine Provision für Umsätze. Ihr Geschäftsmodell besteht in Kundengewinnung- und Betreuung für einen anderen, zumeist deutlich größeren Broker.

Das bedeutet allerdings nicht, dass IB´s das „fünfte Rad am Wagen“ sind und lediglich die Kosten für Trader erhöhen. Diese könnten bei einer direkten Kontoeröffnung beim ausführenden Broker nicht günstiger handeln. Der Grund: Der „große“ Broker spart durch die Kooperationen mit IB´s Vertriebs- und Betreuungskosten, die er den Vertragspartnern als Provision zur Verfügung stellt.

Introducing Brokerage ist deshalb vor allem für Broker interessant, deren Vertriebs- und Betreuungskosten hoch sind und die dennoch neue Märkte erschließen wollen. Das trifft auf viele britische Broker zu. Durch IB-Modell müssen keine teuren Strukturen in Deutschland aufgebaut werden. Zugleich können die Skalierungseffekte der zumeist sehr großen angelsächsischen Häuser in vollem Umfang auch deutschen Kunden angeboten werden.

Einlagensicherung bei Interactive Brokers (UK)

Interactive Brokers (UK) ist die britische Tochter eines großen US-Brokers und führt alle Konten, die über CapTrader eröffnet werden. Grundsätzlich gilt deshalb im Insolvenzfall der Schutz der gesetzlichen britischen Einlagensicherung FSCS bis 50.000 GBP pro Kunde. Ausnahmen gelten jedoch für US-Futures und US-Optionen.

Auch die US-Einlagensicherung SIPC kann im Insolvenzfall für Entschädigungen zuständig sein. Dann gilt eine Haftungsobergrenze von 500.000 USD pro Kunde, davon 250.000 USD für Bareinlagen. Zusätzlich besteht eine Police bei Lloyd´s mit einem Schutz von maximal 30 Millionen USD pro Kunde, davon 900.000 USD für Bareinlagen. Sie Police ist auf ein Gesamtmaximum von 150 Millionen USD pro Schadensfall begrenzt.

Abgeltungsteuer bei Auslandsbrokern

Wer erstmals mit einem Auslandsbroker wie CapTrader Erfahrungen macht, sollte dies unbedingt beachten: Da die Konten in Großbritannien geführt werden, kommt es nicht zum Abzug von Abgeltungsteuer direkt auf Bankebene. Anleger müssen die Steuer selbst ermitteln und einmal pro Jahr im Rahmen ihrer Einkommensteuer veranlagen. Dem zusätzlichen Aufwand kann ein Liquiditätsvorteil gegenüberstehen.

Kontomodelle und Mindesteinzahlung

CapTrader bietet zwei (für viele Trader relevante) Kontomodelle an: Ein Cash Konto und ein Margin Konto.  Beide Konten setzen eine anfängliche Mindesteinzahlung in Höhe von 2.000 EUR voraus. Für das Margin Konto ist dieser Betrag zugleich die Untergrenze für den Kontostand: Fällt dieser darunter, wird das Konto wie ein Cash Konto behandelt.

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Demokonto bei CapTrader

Das Cash Konto ermöglicht weder Margin Trading noch Leerverkäufe. Gehandelt werden können nur Aktien (und ETFs und Zertifikate) sowie Longpositionen und gedeckte Shortpositionen im Optionshandel. Daytrading ist nur begrenzt möglich, weil der Broker anders als auf dem Margin Konto Verkaufserlöse nicht vor der vollständigen Abwicklung zur Verfügung stellt. Guthaben aus einem Verkauf steht dann z. B. erst nach drei Tagen wieder als Liquidität zur Verfügung.

Fazit: Unsere CapTrader Erfahrungen komprimiert

CapTrader ist eine Marke der FXFlat Wertpapierhandelsbank und IB für Interactive Brokers (UK). Das Angebot: Angelsächsische Ordergebühren und deutscher Kundenservice. Die Konditionen sind in weiten Teilen sehr viel günstiger als bei der Konkurrenz. Das gilt ganz besonders für den US-Aktienhandel, aber auch an den meisten anderen Kassa- und Terminbörsen. Im FX- und CFD Handel kann der Broker durch DMA und STP ohne Markups überzeugen. Die Handelsplattform TraderWorkStation ist sehr reich an Funktionen und ideal für Profis und ernsthafte Laien. Einsteiger könnten sich dagegen überfordert fühlen. Für die Entwicklung von mechanischen Handelssystemen steht AgenaTrader zur Verfügung.

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