Droht das Ende des kostenlosen Girokonto?

Endes des kostenlosen Girokonto ?Es war unter dem Aspekt „private Finanzen“ DIE Nachricht der letzten Wochen: da kündigt der Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon so ganz nebenbei das Ende des kostenlosen Girokonto an. Die Zeit des „quer subventionierens durch Zinsüberschüsse“ sei nun endgültig vorbei. So äußerte sich Herr Fahrenschon weiter: „“Es ist aber angesichts der Zinspolitik der EZB klar, dass sich alle Marktteilnehmer angesichts der falschen Zinspolitik neue Ertragsquellen erschließen müssen.“ Diese Aussage beziehungsweise Entscheidung begründet sich natürlich zum einen auf den Anfang der Woche erklärten Zinsentscheid der EZB, zum anderen dem bereits seit geraumer Zeit bekanntem Problem, das Banken aufgrund der nun seit einiger Zeit anhaltenden Niedrigzinsphase mit Krediten schlicht kaum noch Geld verdienen. Doch was bedeutet dies für Inhaber eines bis dato kostenlosen Girokonto?

Eine Ankündigung, die also Millionen von deutschen Bundesbürgern in naher Zukunft finanziell zusätzlich belasten wird, denn mit immerhin knapp 48 Millionen Konten ist der Sparkassenverbund eines der größten Kontoanbieter im Privatsektor! Zwar sind eine durchaus stattliche Anzahl an Konten, welche bei der Sparkasse geführt werden, kostenlos – so für Schüler, Studenten als auch eine Anzahl an rein Online geführten Konten, dennoch: Einige Millionen Kontenbesitzer müssen sich in Zukunft mit entsprechenden Gebühren für ihr Girokonto bei der Sparkasse anfreunden und es scheint durchaus realistisch, dass weitere Banken bei diesem Thema nachziehen. Muss man also jetzt das Girokonto wechseln?

Ade kostenloses Girokonto?

Dem kostenlosen Girokonto droht nicht generell das Ende

Ok – „müssen“ muß man natürlich nicht, denn es steht jedem Besitzer oder Besitzerin eines Girokontos bei einem der Sparkassenverbünde völlig frei, sich nun eine Bank zu suchen, bei der auch in Zukunft das Führen eines kostenlosen Girokonto möglich ist – zumindest mal nach heutigem Kenntnisstand! Zwar schwenken immer mehr Banken in die Richtung bestimmte, bis dato kostenfreie Produkte und Services, zukünftig den Kunden in Rechnung zu stellen, doch es gibt Alternativen. Insbesondere die Onlinebanken dürften aufgrund ihrer schlanken Kostenstruktur im Vergleich zu den klassischen Filialbanken, wie sie eben die Sparkassen darstellen, von nun an eine echte und vor allem in Betracht zu ziehende Alternative für ein kostenloses Girokonto darstellen.

Die Rede ist von den sogenannten Direktbanken, die alternativ auch als Onlinebanken bezeichnet werden. Sie vertreiben ihre Produkte wie eben das kostenlose Girokonto ausschließlich über das Internet und sparen sich dadurch die Kosten für die Unterhaltung eines Filialnetzes. Damit befinden sie sich in der optimalen Ausgangsposition, um ihre Leistungen und Produkte besonders günstig und in einigen Fällen eben auch kostenlos anzubieten. In der jetzigen Situation für Verbraucher ein klares Pro-Argument.

Nein zum kostenlosen Girokonto? bei diesen Banken nicht

So verzichten etwa die ING-DiBa oder die Consorsbank – um zwei Beispiele zu nennen – voll und ganz auf Gebühren für ein Girokonto. Weder die Kontoführung per se, noch die Girocard, die Kreditkarte oder auch eine Partnerkarte sind für Kunden mit Kosten verbunden. Obendrein ermöglichen die genannten Institute mit ihren Kreditkarten uneingeschränkt kostenlose Bargeldabhebungen an sämtlichen inländischen Geldautomaten, zum Teil sogar weltweit. Wer mit Kreditkarte zahlt, wird im Falle der Consorsbank sogar regelmäßig mit einer Prämie von zehn Cent je Transaktion belohnt.

Und auch bei den nicht vermeidbaren Kosten schlagen sich die genannten Beispielbanken gut. Mit jeweils unter acht Prozent sind bei ihnen die Dispozinsen im Vergleich mit anderen Geldhäusern deutlich günstiger. Es lohnt sich also durchaus, basierend auf den aktuellen Ankündigungen hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Kosten beim Girokonto, sich rechtzeitig nach entsprechenden Alternativen umzuschauen.

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