Mythos Arbeitslosenkredit: Was geht und was geht nicht?

ArbeitslosenkreditWer sich als Erwerbsloser im Internet auf die Suche nach einem Arbeitslosenkredit macht, wird recht schnell fündig. Immerhin mehr als 10.000 Ergebnisse zu einer solchen Suchanfrage liefert Google in Deutschland. Daraus ergibt sich vordergründig der Eindruck, dass es einen solchen Kredit tatsächlich gibt. Denn allein auf der ersten Seite präsentieren sich neben einem der größten deutschen Vergleichsportale auch eine Vielzahl augenscheinlich spezialisierte Anbieter. Das schürt Hoffnung und weckt Vertrauen. In Folge werden dann oft schnell entsprechende Angebote für einen Arbeitslosenkredit in Anspruch genommen. Leider oft zu schnell, denn es geschieht oftmals ohne vorher weitergehende Informationen eingeholt zu haben. Nun möchten wir hier den Anbietern für solch einen Arbeitslosenkredit nicht zu nahe treten, aber an potentielle Interessenten appellieren wir nicht gleich das erstbeste Kreditangebot zu nutzen. Denn es gilt – wie jedem anderen Kredit auch – sich vorher ausreichend zu informieren. Warum erläutern wir im folgenden Artikel……

Grund für unsere Warnung? Weil der Kreditmarkt für sogenannte „Problem-Kundschaft“ sich leider nicht generell durch ein hohes Maß an Ehrlichkeit und Respekt auszeichnet. Ist einfach so. So muss eben klar sein, das ein Arbeitslosenkredit durchaus für eben eine Problem-Kundschaft gemacht ist. Da besteht kein Unterschied zum Kredit ohne SCHUFA. Dementsprechend bringt der Arbeitslosenkredit eben auch „schwarze Schafe“ auf Anbieterseite hervor. Und so lange der Leitsatz, dass sich mit den „Problemen und der Not anderer viel Geld verdienen lässt“ gilt, wird eine Offerte wie der Kredit für Erwerbslose auch zwielichtige Anbieter „auf den Plan rufen“. Traurig, aber wahr….

Arbeitslosenkredit benötigt? Unbedingt umfassend informieren

Doch ist es eben auch klar, dass man nur die Menschen „abzocken“ kann, welche nicht oder nur geringfügig „informiert“ sind.  Daraus folgt also, dass wer hingegen über hinreichende Informationen zum Thema Arbeitslosenkredit, Kredit ohne Schufa etc. verfügt in der Regel auch am Besten gegen Betrug und Abzocke gefeit ist.  Das hier jedoch ein gewisses Defizit bei den Bürgern herrscht zeigt sich in regelmäßigen Abständen erscheinenden „Kredit-Abzocke Geschichten“ in den breiten Medien. Insofern ist das Thema Kredit Aufklärung durchaus ein gewisser Dauerbrenner.

Da diese Kredit Abzocke bei ohnehin schon „gebeutelten“ Menschen schlichtweg ein absolutes NO-GO ist und entsprechende Berichte bei uns immer zu einer starke Reaktion führen, möchten wir mit dem folgenden Artikel erneut einen kleinen Beitrag zur Aufklärung leisten und zwar unter dem Punkt: Arbeitslosenkredit – was geht und was geht nicht? In der Hoffnung, damit ein kleines, aber deutliches Zeichen gegen Kredit-Abzocke zu setzen. Woraus sich hieraus jetzt auch die Frage ergibt, was beim Arbeitslosenkredit geht und was nicht!

Der Kredit für Erwerbslose ist nicht generell Abzocke

Fakt ist, das es den Kredit für Bezieher von Arbeitslosengeld im Grundsatz mal gibt und keine Erfindung von Kreditbetrügern ist, um so Leute abzuzocken. Jedoch muss an dieser Stelle klar sein, das sich hierbei nicht um Kredite aus einem Standard Kreditprozess stammt. Bedeutet im Klartext: Einfach zur Bank gehen, erklären man sei Bezieher von Arbeitslosengeld 1 oder Hartz IV und einen Kredit erwarten, funktioniert so nicht. Weder in der Offline-Welt noch in der Online-Welt. Grundlage eines jeden Kreditgeschäfts ist die Sicherheit, das ein gewährter Kredit auch getilgt werden kann. Grundvoraussetzung hierfür ist ein dauerhaft geregeltes Einkommen aus einem ungekündigten Angestelltenverhältnis. Punkte, die bei einem Erwerbslosen also so nicht gegeben sind. Wie kann es also sein, das dann dennoch die Möglichkeit auf einen Arbeitslosenkredit besteht?

Möglichkeit Nummer 1: Arbeitslosenkredit von der Jobagentur

Die erste Möglichkeit eines Arbeitslosenkredits ist jene sich beim zuständigen Arbeitsamt diesen zu holen. Richtig gelesen – Kredit von der Arbeitsagentur. Ist nicht so schwer, kennt halt nur kaum jemand. Der grundsätzliche Vorteil eines Kredits vom Amt ist der Fakt, dass er komplett zinslos ist und die monatlichen Raten im Rahmen der finanziellen Belastungsgrenze recht niedrig ausfallen. Erfahrungswerte bewegen sich hier zwischen 10-25 Euro Monatsrate.  Die Kredithöhen sind gesetzlich nicht geregelt, jedoch sind aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen eines Arbeitslosen keine hohen Kreditsummen zu erwarten. Auch hier zeigen Erfahrungen, das die Kredithöhe sich meistens in einer maximalen Höhe von 400 Euro bewegen. Anders verhält es sich, wenn sich aufgrund einer Job-Möglichkeit die Notwendigkeit eines Führerscheinerwerbs oder gar der KFZ-Erwerb ergibt. In solchen Fällen können die Kreditsummen auch deutlich höher sein. Denn in einem solchen Fall erfolgt die Unterstützung des Amtes in dem Punkt, den Kreditnehmer wieder in Arbeitsmarkt zu bringen.

Arbeitslosenkredit von der Arbeitsagentur
Unter bestimmten Voraussetzungen kein Ding der Unmöglichkeit: Der Arbeitslosenkredit von der Arbeitsagentur.

Zudem ist bei dem Arbeitslosenkredit vom Amt zu beachten, dass die Vergabe jener Kredite stets Einzelfallentscheidungen darstellen und KEIN grundsätzliches Recht auf die Gewährung des Kredits gilt. Ebenso muss klar sein, das diese Kredite in der Regel zweckgebunden sind. Das bedeutet, es muss dem Antrag eine möglichst deutliche Erklärung vorgelegt werden, wofür der Kredit benötigt wird beziehungsweise verwendet werden soll. Geschieht dies NICHT, erfolgt zu 100 % eine Ablehnung des Gesuchs. Um einen sogenannten „finanziellen Engpass“ zu überbücken, andere Schulden zu begleichen oder ein Konsumgut zu kaufen gelten somit also NICHT als Anerkennungsgrund für einen Kredit.

Möglichkeit Nummer 2: Arbeitslosenkredit mithilfe eines Kreditbürgen

Möglichkeit Nummer zwei stellen sogenannte freie Kreditvermittler oder eben doch die klassische Hausbank dar. Das Zauberwort heisst hier „Kredit-Bürgschaft“! Wer einen Kredit benötigt und aufgrund des Bezuges von Arbeitslosengeld eine Ablehnung des Kreditgesuchs erfahren hat, sollte dennoch die Hoffnung nicht aufgeben und sein Augenmerk temporär auf eine zu schaffende Sicherheit richten. Damit ist gemeint, eine vertraute Person zu finden, welche die Situation kennt und ein dementsprechendes Verständnis für den Kreditbedarf zeigt. Ist diese Person solvent und hinsichtlich der Bonität (SCHUFA) mit einer weißen Weste ausgestattet, so kann diese Person bei der Kreditaufnahme als Bürge gelten. Bedeutet im Klartext, dass jemand mit seinem guten Namen und seiner finanziellen Reputation für Sie als Bürge steht und bei Problemen Ihrerseits mit der Kredit-Tilgung „gerade“ steht.

Arbeitslosenkredit vom Kreditvermittler
Auch Kreditmakler können einen Arbeitslosenkredit vermitteln, wenn ein Kreditbürge gestellt werden kann.

Bei drohenden Kredit-Ausfall aufgrund nicht geleisteter Raten wird diese Person von der Bank als „zweiter“ Kreditnehmer in die finanzielle Pflicht genommen. Zugebenerweise sollte dies so nicht passieren, denn der Bürge wird hierüber niemals erfreut sein. Insofern muss klar sein, das in einer solchen Konstellation zwischen Kreditnehmer und Bürge die Themen Ehrlichkeit, Vertrauen, Transparenz und Offenheit wirklich an allererster Stellen stehen müssen. Eine Vielzahl der Banken als auch Kreditvermittler wie beispielsweise MAXDA betrachten die Benennung eines Kreditbürgen in den meisten Fällen wohlwollend. Folglich wird auch bei Erwerbslosigkeit dann ein Kredit  gewährt. Jedoch muss bei solchen Krediten oftmals ein höherer Zinssatz, verkürzte Laufzeit als auch Begrenzungen bei der maximalen Kredithöhe hingenommen werden.

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